Krambambuli

Der Krambambuli ist ein Getränk, das schon in alten Zeiten immer gerne gerade im Winter getrunken wurde. Auch bei Studentenverbindungen hat das Krambambulibrauen eine lange Tradition. Günther hat zu Weihnachten 2008 damit begonnen, am späteren Nachmittag des Christtags, wenn die ganze Familie zusammenkommt, für uns Krambambuli zu brauen.

Zutaten:
4 Liter Rotwein, 0,75 Liter Weinbrand, 35 dag Rohzucker, 1,5 kg Clementinen, 2 Dosen Birnen, 2 Dosen Pfirsiche, Zitronensaft, 30-40 Nelken, 2 Zimtstangen
Zum Brennen: 1/2 Packung Würfelzucker, 80%igen Rum (wir benötigen ungefähr die Hälfte einer 0,7-Liter Flasche); ein Gitter

Zubereitung:
Den Rotwein in den größten vorhandenen (hohen) Topf leeren, dazu den Rohzucker und den Weinbrand; das Ganze langsam erwärmen. Doch Vorsicht: Wenn´s zu heiß wird, verdampft der Alkohol - und der sollte eigentlich IM Krambambuli bleiben!

Die Clementinen schälen (das Weiße sauber entfernen, denn das schaut schlußendlich nicht gut aus, wenn´s dann im fertigen Getränk herumschwimmt) und die Spalten zerteilen - in die Flüssigkeit geben. Birnen und Pfirsiche abtropfen lassen (der Saft kommt NICHT in den Krambambuli!), in kleine Stücke schneiden und ebenfalls in die Flüssigkeit reingeben. Die Nelken und die zerbrochenen Zimtstangen (am besten in einem Tee-Sackerl für offenen Tee) erst vor dem Erhitzen dazugeben. Etwas Zitronensaft beifügen, dann wird´s etwas spritziger.

Der Krambambuli muss einige Zeit warm "ziehen", damit sich alles gut vermischt NICHT KOCHEN, weil sich sonst der Alkohol verflüchtigt.

Bevor´s ans Brennen geht, den Würfelzucker auf dem Gitter aufschichten und leicht mit Rum tränken, damit er auch brennt. Dann das Sackerl mit den Nelken und dem Zimt herausfischen. Dann den Topf auf eine sicher stehende Unterlage stellen. Das Gitter mit dem Zucker drüber, Licht ausschalten und den Zucker anzünden. Wenn die Flammen kleiner werden, immer wieder aufs Neue mit 80%igem Rum übergießen. So kann der Zucker karamelisieren und durch das Gitter in den Topf bzw. in die Flüssigkeit tropfen.

Dazu gibt´s entweder Weihnachtskeks oder - wenn der kleine Hunger kommen sollte - Schmalzbrote, die sich jeder selbst streichen kann - oder Franz-Omas belegte Brote.

Hier noch der Liedtext, weil´s ja etwas dauert ... und da kann man ja die Zeit für ein lustiges Lied nützen:
Krambambuli-Liedtext

Möge die Übung gelingen!
Rezept von Günther zugefügt im Dezember 2009